Was ist ein Wein im Karton?
Ein "Cubi" oder BIB (Bag-in-Box) ist ein Gebinde, das aus einem flexiblen, luftdichten Beutel in einem Karton besteht. Der Wein wird über einen kleinen Hahn ausgeschenkt. Im Gegensatz zur Flasche zieht sich der Beutel mit jedem ausgeschenkten Glas zusammen: null Kontakt mit Luft, null Oxidation. Die Haltbarkeit nach dem Öffnen ist bis zu 6 Wochen garantiert.
Vielleicht hat man Ihnen einmal gesagt, der Cubi sei Wein für den Campingplatz. Oder Wein für Leute, die keine Ahnung haben. Oder eben der Wein, den man nur rausholt, wenn man zwanzig Leute zu Gast hat und nicht zu viel Geld ausgeben will.
Erlauben Sie uns, das richtigzustellen.
Der Cubi – oder BIB, oder Bag-in-Box, oder Cubitainer – ist heute eines der intelligentesten Formate, um guten Wein zu genießen. Und bei LET IT BiB haben wir eine ganze Marke auf dieser Überzeugung aufgebaut. Hier ist also der Hintergrundartikel, den wir vor zehn Jahren gerne zur Hand gehabt hätten.
Woher kommt das Wort "Cubi"?
"Cubi" ist die Abkürzung für Cubitainer – ein Begriff, der ursprünglich in den 1960er Jahren von der amerikanischen Firma Hedwin Corporation markenrechtlich geschützt wurde. Das Konzept: ein würfelförmiger, halbstarrer Kunststoffbehälter mit Hahn, der für den Transport großer Flüssigkeitsmengen konzipiert wurde. Einfach, robust, wirtschaftlich.
Der australische Winzer Thomas Angove war 1965 der Erste, der die Idee hatte, Wein darin abzufüllen. In Frankreich verbreitete sich das Format in den 1970er und 80er Jahren, vorangetrieben durch Winzergenossenschaften. Und genau da litt der Ruf ein wenig: Aufgrund der Assoziation mit minderwertigem Tafelwein haftete dem Cubi jahrzehntelang das Image von Fusel an.
Dieses Image spiegelt heute nicht mehr die Realität wider. Aber es klebt immer noch an ihm.
Cubi, BIB, Bag-in-Box: Was ist der Unterschied?
Diese drei Begriffe bezeichnen dasselbe, mit feinen Unterschieden im Gebrauch:
- Cubi oder Cubitainer: der populäre, umgangssprachliche Begriff, ein Erbe der 1970er Jahre.
- BIB (Bag-in-Box): der technische Begriff. Er beschreibt die Struktur – ein Beutel (bag) in einem Karton (box). Die offizielle Bezeichnung, die in der Weinbranche verwendet wird.
- Bag-in-Box: dasselbe, in der ungekürzten Version.
Bei LET IT BiB verwenden wir alle drei Begriffe synonym. Die Idee bleibt dieselbe: guter Wein in einem smarten Format.
Wie funktioniert ein BIB? Die Technologie, die alles verändert
Das moderne BIB besteht aus zwei Elementen:
- Der flexible, luftdichte Beutel – aus einem Mehrschichtmaterial (Polyethylen + Aluminium), das absolut luftdicht ist. Der Wein ist darin eingeschlossen und von der Außenwelt isoliert.
- Der Ventilhahn – wenn Sie am Hahn ziehen, öffnet sich das Ventil und der Wein fließt heraus. Wenn Sie ihn loslassen, schließt sich das Ventil hermetisch. Und der Beutel zieht sich zusammen.
Ergebnis: Es kommt niemals Luft mit dem Wein in Kontakt. Jedes Glas, das Sie entnehmen, lässt den Beutel etwas kleiner werden, hält ihn aber stets verschlossen. Dieser Mechanismus ermöglicht eine Haltbarkeit von 4 bis 6 Wochen nach dem Öffnen – im Vergleich zu maximal 2 bis 3 Tagen bei einer angebrochenen Flasche.
Zum Vergleich: Der ursprüngliche Cubitainer der 1970er Jahre war ein einfacher Kanister mit Hahn. Kein luftdichter Beutel, kein Ventil. Bei jedem Ausschank kam Luft hinein. Der Wein oxidierte innerhalb weniger Tage. Genau dieses Limit hat die BIB-Technologie gelöst.
Wie viele Flaschen sind in einem Cubi?
Bei LET IT BiB arbeiten wir hauptsächlich mit den Formaten 3L und 5L. Der 5L-Behälter reicht problemlos 4 bis 5 Wochen für einen Zwei-Personen-Haushalt, der abends ein Glas trinkt.
Warum ist der BIB günstiger als die Flasche?
Drei konkrete Gründe:
- das Gebinde ist in der Herstellung günstiger,
- der Transport ist günstiger (weniger Gewicht = weniger Energie = weniger CO2), und
- es gibt keinen Korken, der verwaltet werden muss.
Ergebnis: Bei gleicher Qualität ist ein Wein im BIB etwa 20 bis 30 % günstiger als derselbe Wein in der Flasche.
Deshalb zeigen wir bei jedem Produkt immer den Preis umgerechnet auf 75 cl an: damit der Vergleich ehrlich ist.
Ist der BIB ökologisch?
Ja – und das ist ein starkes Argument. Glas ist schwer; das Reduzieren des Gebindegewichts senkt die transportbedingten Emissionen. Ein Lkw voller BIBs transportiert mehr Wein als ein Lkw voller Flaschen bei gleichem Volumen. Der Karton lässt sich leicht recyceln. Und BIBs gehen nicht kaputt.
Der BIB ist nicht perfekt (kein Gebinde ist das), aber er übertrifft die Flasche in den meisten Umweltkriterien.
Füllt man guten Wein in BIBs ab?
Die eigentliche Frage. Und die Antwort lautet ja – vorausgesetzt, man arbeitet mit den richtigen Winzern zusammen.
Das ist genau die Mission von LET IT BiB: Bio-, Natur- und biodynamische Weine von leidenschaftlichen, unabhängigen Winzern zu beziehen und in diesem Format anzubieten. Weine für 9, 10, 11 € pro 75-cl-Äquivalent – Preise, die bei einer Flasche einer soliden Einsteiger- bis Mittelklasse entsprechen würden.
Wie bewahrt man einen BIB zu Hause auf?
Vor dem Öffnen: lichtgeschützt, bei stabiler Temperatur. Kein Weinkeller nötig. Nach dem Öffnen: bei Zimmertemperatur aufbewahren, wenn Sie regelmäßig davon trinken. Wenn Sie in den Urlaub fahren, stellen Sie ihn in den Kühlschrank – auch bei Rotweinen. Nicht einfrieren. Position: aufrecht, Hahn nach unten.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein BIB eine Flasche als Geschenk ersetzen?
Ja. Immer mehr Menschen verschenken BIBs. Bei LET IT BiB bieten wir auch Geschenkgutscheine an!
Reift Wein im BIB gut?
BIBs sind für den Konsum innerhalb von 12 bis 18 Monaten nach der Abfüllung gedacht. Nicht für eine lange Lagerung.
Kann man einen BIB in den Kühlschrank stellen?
Ja, vor und nach dem Öffnen. Empfohlen für Weiß-, Rosé- und leichte Rotweine.
Welches Volumen sollte man wählen?
Der 3L-Behälter ist ideal für 2 Personen über 3–4 Wochen oder einen Abend mit 4–5 Personen. Der 5L-Behälter eignet sich besser für eine Familie oder regelmäßigen Konsum.